Hapkido

 

HAP: bedeutet Harmonie zwischen Körper und Geist. Es symbolisiert, dass ein Mensch alles erreichen kann, wenn sich Körper und Geist in einem harmonischen Einklang befinden.

KI: bezeichnet die körperliche und geistige Kraft, sie resultiert aus der Konzentration, die sich in Form von Energie auf den Körper überträgt.

DO: ist der Weg, die Technik der Lehrmethode, auch der Lebensweg.

 

 

Was ist Hap Ki Do?

Hapkido fördert in jeder Hinsicht die körperliche Entwicklung und beeinflusst im Laufe eines kontinuierlichen anspruchsvollen Trainings im positiven Sinne die geistige Haltung. Hapkido zeichnet sich durch die Vielfalt und Ausgewogenheit verschiedenster Techniken aus, deren Grundgedanke die reine Selbstverteidigung ist. Die besondere Lehrmethode berücksichtigt Konstitution und Bedürfnisse des Trainierenden, so dass diese Selbstverteidigungskunst unabhängig von Geschlecht und Alter ausgeübt werden kann. Die Techniken des Hapkido sind äußerst vielfältig. Hapkido nutzt ungefähr 1100 Kerntechniken, die instinktiv modifiziert werden oder kombiniert werden, um Tausende von Variationen zu schaffen. Einen wichtigen Aspekt stellt das Atemtraining dar. Neben dynamischen Schlag-, Stoß- und Tritttechniken dienen besondere Hebel- und Wurftechniken zur Selbstverteidigung. Darüber hinaus werden auch Gegenstände wie Stock, Schwert, Seil und Fächer zur Abwehr eingesetzt. Charakteristisch für Hapkido ist es, Angriffe in Kreisbewegungen umzulenken und damit die Energie des Angreifers gegen ihn selbst zu richten.

Hap Ki Do soll dem körperlich Schwächeren unter minimalem Kraftaufwand die Möglichkeit geben, sich gegen einen Stärkeren durchzusetzen. Als Mittel zum Zweck dienen Schläge auf empfindliche Stellen, das Hebeln der gegnerischen Gelenke und die Antizipation, die geistige Vorwegnahme einer Bewegung, um den Angreifenden aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wer angegriffen wird, der muss schnell handeln und sich nur auf diese eine Sache konzentrieren. Wenn die Angst dazukommt, ist es meistens schon vorbei. Das Beherrschen gewisser Griffe stärkt das Selbstbewusstsein, und das allein ist oft schon ein großer Schritt zur erfolgreichen Selbstverteidigung. Die meisten kriegerischen Künste setzen auf zwei oder drei Technikteile. Hapkido ist etwas einmaliges, da es versucht, sieben Teile zu integrieren: das Schlagen, das Ausweichen und das Blockieren, Hebeln, das Werfen, Waffen, interne Techniken (Meditation), das Atmen, interne Energieentwicklung, und das Heilen.

Die ersten sechs Teile werden gleichermaßen während der technischen Schulung gelehrt. Das siebte Gebiet, das Heilen, ist normalerweise Teil der Schulung auf Meisterebene und legt sein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung in bestimmten Gebieten wie Akkupunktur, Massage und Medizin. Hapkido Techniken wurden zum größten Teil für die Selbstverteidigung entwickelt, und der Vollendung des Charakters, um diesem, durch das Integrieren von geistigen und physischen Werten ein Gerüst zu geben. Physische Techniken werden von einer beständigen Strömung vom Schlagen charakterisiert und werden blockiert, gehebelt, und in Wurftechniken beendet. Beständige flüssige kreisförmige Bewegungen wurden entworfen, um sich mit der gegnerischen Kraft zu vermischen. Taktiken wechseln sich oft zwischen sehr aggressiven und verteidigenden Formen ab, die durch die Verwendung des ganzen Körpers erzeugt wird. Techniken können entweder große oder kleine kreisförmige Bewegungen mit sich bringen und von Taktiken abhängen.

Die Hapkido Philosophie, wie die Philosophien vieler kriegerischen Künste, betont die Integration von Verstand, Körper und Geist; die Vollendung menschlichen Charakters; gesellschaftliche Verantwortung. Interne-Energie-Entwicklung ist Ziel des Hapkido Praktizierenden, und führt zu erhöhter Gesundheit und zu wesentlich größerer Effizienz in den Selbstverteidigungstechniken.